Einspruch oder Worin besteht die Möglichkeit des Politischen auf dem Theater? Zum Verhältnis von Politik und Theater in der Performance Fight Night von Ontroerend Goed und The Border Project

  • Frank Max Müller

Abstract

Die Performance Fight Night, eine Kooperation zwischen der belgischen Gruppe Ontroerend Goed und dem australischen Ensemble The Border Project, versteht sich laut Ankündigungstext als "playful and immersive political exploration [...] thoroughly political, but never explicitly so. [...] By stripping their discourse of identifiable political messages, the show draws attention to the very reasons and motivations that compel voters to vote." (AUAWIRLEBEN 2015) Eine fingierte Spielshow, gegeneinander wetteifernde Kandidat_innen und ein per Knopfdruck abstimmendes Publikum geben dem Vorhaben den inhaltlichen Rahmen. Es entfaltet sich eine Spielhandlung, deren vermeintlich einziges Ziel es ist, dem einen Sieger oder der einen Siegerin die Stimmen der Publikumsmehrheit zu sichern. Wo der traditionelle theatrale Pakt, um den reibungslosen Ablauf einer Aufführung als ästhetisches Ereignis zu garantieren, die Trennung in agierende Schauspieler_innen und rezipierende Zuschauer_innen vorsieht, beginnt dieser Abend mit einem programmatischen Statement, das dem Publikum Partizipation verspricht.
Veröffentlicht
17-01-2017
Zitationsvorschlag
Müller, F. M. (2017). Einspruch oder Worin besteht die Möglichkeit des Politischen auf dem Theater? Zum Verhältnis von Politik und Theater in der Performance Fight Night von Ontroerend Goed und The Border Project. Itw : Im Dialog, 2. https://doi.org/10.16905/itwid.2016.10.