Organizing Emotions in Time - Klangästhetik und Studiotechnologie im ECM-Sound der frühen Jahre, 1970-1980

  • Immanuel Brockhaus Hochschule der Künste Bern

Abstract

Der Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich der Sound des Plattenlabels ECM während der ersten Entwicklungsjahre (1970-1980) im Spannungsfeld zwischen den ästhetischen Vorstellungen des deutschen Produzenten Manfred Eicher und den studiotechnischen Möglichkeiten der Zeit konstituiert hat. Wie setzte Manfred Eicher die damalige Studiotechnik ein und was verbirgt sich hinter dem häufig mystifizierten ECM-Sound? Hierzu werden die involvierten Akteure befragt und zwei repräsentative Titel bezüglich Sound und verwendeter Technologie analysiert. Ziel ist es, die verschiedenen künstlerischen Positionen der beteiligten Musiker, Tontechniker und des künstlerischen Leiters und Produzenten Manfred Eicher zu beleuchten. Die Entwicklung des Plattenlabels ECM wird dazu im historischen Kontext erläutert. Ausserdem werden zum Vergleich Produktionstechniken amerikanischer und europäischer Labels beigezogen.

Autor/innen-Biografie

Immanuel Brockhaus, Hochschule der Künste Bern
Immanuel Brockhaus ist Jazzmusiker, Komponist und Forscher an der Hochschule der Künste Bern. 2010 veröffentlichte er mit Inside The Cut (Transcript) einen Forschungsbeitrag zum Thema digitale Schnitttechniken in populärer Musik. 2016 schloss er seine Dissertation im von Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projekt „Kultsounds - Untersuchung zur Entstehung, Praxis und Wirkung dominierender Einzelklänge in populärer Musik 1960-2014“ ab.
Veröffentlicht
31-12-2017
Zitationsvorschlag
Brockhaus, I. (2017). Organizing Emotions in Time - Klangästhetik und Studiotechnologie im ECM-Sound der frühen Jahre, 1970-1980. European Journal of Musicology, 16(1), 94-114. https://doi.org/10.5450/ejm.2017.16.5781
Rubrik
Artikel