Religion und Religiosität an der intimen Grenze einer Beziehung: Eine Spurensuche im Briefwechsel Sigmund Freuds und Oskar Pfisters
Abstract
Mittels einer textologischen Lektüre werden Stellenwert und Funktion des Themas Religion im Briefwechsel Sigmund Freuds und des Zürcher Pfarrers Oskar Pfister untersucht. Die beiden nehmen zum Geltungsanspruch von Religion zwar konträre Positionen ein, sind aber gleichermassen an der psychoanalytischen Aufklärung religiöser Phänomene interessiert. Ihre Briefe zeigen, wie sie an der intimen Grenze ihrer sich entwickelnden Beziehung Nähe und Distanz regulieren. Freuds Haltung Religion gegenüber lässt sich so differenzierter analysieren. Solche wissenschaftshistorischen Studien erlauben es, in der Geschichte angelegte Möglichkeiten der Zukunft zu erschliessen.
Schlagwörter
Freud, Pfister, Religion
Autor/innen-Biografie
Christoph Morgenthaler
Prof. em. DDr. Christoph Morgenthaler, seit Februar 2012 emeritierter Professor für Seelsorge und Pastoralpsychologie, Theologische Fakultät, Universität Bern