Das Theater auf die Probe stellen. Kollektivität und Selbstreflexivität in den Arbeitsweisen des Gegenwartstheaters

  • Annemarie Matzke

Abstract

Zahlreiche Arbeitsformen des Gegenwartstheaters zeichnen sich durch kollektive Probenformen aus, die der traditionellen Unterscheidung von Dramatiker, Regisseurin und Schauspieler zuarbeiten. In den Proben von Regiekollektiven wie Rimini Protokoll oder Performancegruppen wie Gob Squad ist nicht mehr der dramatische Text, sondern ein Konzept Ausgangspunkt. Andere Formen der Textgenese und Raumkonzeption werden so hervorgebracht. Anhand meiner Erfahrungen in der Probenarbeit zu der Inszenierung Testament der Gruppe She She Pop und durch die Analyse historischer und gegenwärtiger Probenformen zeigt der Beitrag, wie im Gegenwartstheater die Probe selbst zu einer Reflexion der theatralen Praxis wird.
Zitationsvorschlag
Matzke, A. (2015) „Das Theater auf die Probe stellen. Kollektivität und Selbstreflexivität in den Arbeitsweisen des Gegenwartstheaters“, itw : im dialog, 10. doi: 10.16905/itwid.2015.2.