Demokratie und Dramaturgie. Über den Zufall in Some use for your broken clay pots

  • Géraldine Boesch

Abstract

Der Schweizer Installations-, Video- und Performancekünstler Christophe Meierhans legt mit Some use for your broken clay pots (2013) einen Gegenentwurf zur gängigen Demokratiepraxis vor: Politiker_innen werden nicht wegen ihrer (Wahlkampf-) Versprechen gewählt, sondern können aufgrund ihrer Amtsführung jederzeit von den Bürger_innen abgesetzt werden. Es handelt sich bei diesem Prinzip der 'Disqualification' um eine Verkehrung der repräsentativen Demokratie, in der Politiker_innen für eine bestimmte Dauer aufgrund ihres Partei- oder Wahlprogrammes in ein Amt gewählt werden. Meierhans' System basiert auf einer Verfassung mit 350 Artikeln, die er während zwei Jahren gemeinsam mit einem Beratungsteam erarbeitet hat.
Veröffentlicht
17-01-2017
Zitationsvorschlag
Boesch, G. (2017). Demokratie und Dramaturgie. Über den Zufall in Some use for your broken clay pots. Itw : Im Dialog, 2. https://doi.org/10.16905/itwid.2016.3.