Ökonomien im Zirkulationsfeld Theaterfestival

  • Anne Bonfert

Abstract

Die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau diagnostiziert im Abgleich mit den Kolonialausstellungen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die vor allem auf eine Vorführung von Differenz zielten, für die Jetztzeit einen »globalisierte[n] Diskurs des Kuratierens« (Gronau 2015:54). Dieser sorge dafür, »dass auf Tagungen dieselben Aufführungsbeispiele gezeigt« (ebd.) würden, aus denen sich zunehmend ein gemeinsamer ästhetischer Kanon bilde. Gronau konstatiert, das Fachpublikum, bestehend aus Forscher_innen, Kurator_innen und Theatermacher_innen, trage zu dieser Entwicklung bei, indem es sich vor allem auf Theaterfestivals treffe und diese Seherfahrungen anschließend auf theaterwissenschaftlichen Tagungen auswerte. Aus dieser Perspektive ergibt sich eine enorme Relevanz der Theaterfestivals für den theaterwissenschaftlichen Diskurs. Daher lohnt sich eine nähere Betrachtung der unterschiedlichen Interessen und Ökonomien im Zirkulationsfeld Theaterfestival. 
Veröffentlicht
17-01-2017
Zitationsvorschlag
Bonfert, A. (2017). Ökonomien im Zirkulationsfeld Theaterfestival. Itw : Im Dialog, 2. https://doi.org/10.16905/itwid.2016.15.